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Fernwärme ist effizient, lokal und nachhaltig
So entsteht Fernwärme

Fernwärme wird in einer zentralen Anlage, wie zum Beispiel einem Holzheizwerk erzeugt und mittels Fernwärmeleitungen zu den Kunden zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung zugeleitet. Man kann sich dies wie eine grosse Zentralheizung vorstellen, bei welcher die Wärme produziert wird, und so ganze Quartiere oder die Industrie mit Wärme versorgt.

 

Funktion

Über ein gut isoliertes Leitungsnetz gelangt die Fernwärme in Form von heissem Wasser zu den Liegenschaften. Das Fernwärmenetz besteht aus zwei Leitungen, dem Vor- und dem Rücklauf, die ein geschlossenes Wassersystem bilden. Der Vorlauf bringt das heisse Wasser von den Wärmeproduktions-anlagen zu den Kundinnen und Kunden.

Je nach Aussentemperatur weist das Wasser in der Regel Temperaturen von 65 bis 80°C auf. Der Rücklauf bringt das auf ca. 45°C abgekühlte Wasser wieder zurück zu der Wärmeproduktionsanlage, die es von neuem aufheizt – der Kreislauf beginnt von vorn. Die Wärmeübergabe bei den Wärmebezügern erfolgt mit Hilfe einer Übergabestation: Mittels Wärmetauscher geht die Wärme auf das gemeinsame Heizsystem der angeschlossenen Gebäude über.

Der Anschluss an einen Fernwärmeverbund ist eine preisstabile und umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen.

 

Moderne Infrastruktur

Jede Übergabestation in den Liegenschaften wird mit dem Überwachungssystem verbunden, damit die Heiz- und Boilerladungen jederzeit kontrolliert werden können. Auf Kundenwunsch können auch Heizanpassungen, wie z.B. Ferienabwesenheiten direkt von der Energiezentrale aus gesteuert werden. Zudem verfügt das ganze Leitungsnetz über ein hochmodernes Lecküberwachungssystem, welches mögliche Fehler sofort anzeigt.

Umweltbelastungspunkte

Es gibt ganz unterschiedliche Methoden, die Ökobilanz der verschiedenen Energieträger zu ermitteln. Als einprägsam und gleichzeitig aber auch sehr differenziert hat sich die Darstellung via Umweltbelastungspunkte etabliert.


Sie wurde vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) entwickelt und fasst ein sehr weites Spektrum der unterschiedlichsten Umweltbelastungen in einer Kennzahl zusammen. Dabei zeigt sich, dass Holzheizwerke über die klar beste Ökobilanz verfügen. Bei einem Holzheizerk bleibt die Wertschöpfung zu 48 % in der Region. Weitere 44% kommen aus der Schweiz. Nur 8% wird vom Ausland bezogen.


Im Vergleich dazu liegt bei Heizöl die regionale Wertschöpfung bloss bei 16%, weitere 25% aus der Schweiz und der grösste Anteil von 59% aus dem Ausland.

Das Fernwärmenetz Uri
Auch in Urner Talboden sind wir aktiv an der Fernwärmeerschliessung. Die beiden Gemeinden Schattdorf und Altdorf sind bereits grosszügig mit Fernwärme ausgebaut. In den nächsten Jahren soll in Schattdorf eine Verdichtung des Netzes und in Altdorf bis ins Dorfzentrum geplant und gebaut werden. Auch beim Moosbad ist ein Fernwärmenetz in Betrieb, welches noch Kapazitäten hat, um weitere Liegenschaften anzuschliessen.
Fernwärmenetz öffnen
Die Vorteile der Fernwärme
Faire Preise
Bezahlt wird nur die effektiv bezogene Wärmemenge und die abonnierte Leistung. Darüber hinaus zeichnen sich lokale Energieträger wie Holz durch stabile Marktpreise aus. Umtriebe und böse Überraschungen wie beim Einkauf von Öl entfallen.
Hoher Komfort
Fernwärme ist eine saubere und benutzerfreundliche Form der Energieversorgung. Die Umstellung eines bestehenden Heizsystems erfolgt schnell und einfach. Der Be trieb ist lärm- und geruchfrei.
Viel Raumgewinn
Die Installationen für den Wärmeaustausch bei den Endverbraucherinnen und -verbrauchern benötigen nur wenig Platz. Der klassische Heizungsraum gehört der Vergangenheit an.
CO2-neutral
Die oeko energie ag und ihre Schwestergesellschaften nutzen erneuerbare Energiequellen. Somit ist unsere Fernwärme CO2-neutral. Das freut die Umwelt und das Klima. Unsere Anlagen entsprechen den höchsten gesetzlichen Ansprüchen.
Umfassender Service
Pikett und Service erfolgen durch die oeko energie ag in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. Dank der Fernwartung haben wir jederzeit Zugriff auf Ihre Heizung und können so innert kurzer Frist weiterhelfen.
Förderung durch Kanton und Bund
Dank attraktiven Förderprogrammen von Bund und Kanton erhalten Sie eine finanzielle Unterstützung beim Umbau Ihrer Heizung.
Häufig gestellte Fragen
  • Kann ich meine Liegenschaft ans Fernwärmenetz anschliessen?
  • Gerne nehmen wir Ihre Anfrage mittels Kontaktformular entgegen und prüfen diese. Ist eine Erschliessung möglich, erhalten Sie von uns ein unverbindliches Richtangebot.
    Versorgungsgebiet EngelbergVersorgungsgebiet Altdorf/SchattdorfVersorgungsgebiet Andermatt

  • Wie ist der Ablauf, wenn ich meine Liegenschaft an der Fernwärme anschliessen möchte?
  • 1. Füllen Sie das Kontaktformular aus oder nehmen Sie direkt mit uns Kontakt auf.
    2. Wir prüfen den Standort und erstellen Ihnen ein unverbindliches Richtangebot.
    3. Bei Bedarf klären wir die technischen Details vor Ort
    4. Der Wärmeliefervertrag inkl. Auftragsbestätigung wird erstellt und zur Unterschrift zugestellt.
    5. Wir koordinieren den Leitungsbau inkl. dem Umbau innerhalb des Gebäudes und demontieren/entsorgen das alte Heizsystem.
    6. Ab nun geniessen Sie die ökologische Wärme und müssen sich um nichts mehr kümmern.

  • Was ist eine Wärmeübergabestation und wem gehört die Anlage bei einem Anschluss?
  • Die Wärmeübergabestation (inkl. eingebautem Wärmetauscher) ist die Verbindung zwischen dem Fernwärmenetz (Leitungen) und der Heizung im Gebäude. Die Wärme wird vom Fernwärmeleitungsnetz in das Heizungsnetz innerhalb des Gebäudes übertragen. Je nach Grösse des Gebäudes variieren die Grössen der Wärmeübergabestationen. Jene für ein Einfamilienhaus hat rund die Grösse eines Stromverteilkastens. Nach der Inbetriebnahme geht diese in Besitz des Wärmebezügers über.

  • Wie lange läuft der Wärmeliefervertrag?
  • Alle unsere Wärmelieferverträge haben eine Laufzeit von mindestens 20 Jahren.

  • Was geschieht, wenn ich meine Liegenschaft verkaufe?
  • Der Wärmebezüger verpflichtet sich, beim Wechsel des Eigentums an den angeschlossenen Liegenschaften alle Pflichten aus dem Wärmeliefervertrag seinem Rechtsnachfolger zu überbinden. Er teilt dem Wärmelieferant den Zeitpunkt des Eigentumswechsels und die neuen Eigentümer schriftlich zum Voraus mit.

  • Meine Heizung muss noch nicht ersetzt werden, ich habe dennoch Interesse an einem Anschluss. Was muss ich tun?
  • Wenn die Fernwärmeleitung in unmittelbarer Nähe zur Liegenschaft ist, haben Sie die Möglichkeit, dass die Fernwärmeleitung bereits ins Gebäude gebaut und diese dann mittels Absperrorganen verschlossen werden. Zum späteren Zeitpunkt – dann, wenn Sie Fernwärme beziehen möchten - findet nur noch der Umbau auf Fernwärme und die Demontage des alten Heizsystems statt. Der Kostenanteil an den Hausanschluss (Grabarbeiten inkl. Instandstellung) sowie der einmalige Anschlussbeitrag werden nach Bauende in Rechnung gestellt

    Wenn wir nicht in Ihrer Nähe sind, wird eine Absichtserklärung gegenseitig unterzeichnet. Diese verpflichtet den Wärmebezüger, seine Liegenschaft innerhalb von 5 Jahren zu den vereinbarten Bedingungen am Wärmeverbund anzuschliessen, sowie die notwendigen Durchleitungsrechte etc. zur Versorgung der Liegenschaft zu gewähren.

    Der Wärmelieferant verpflichtet sich, das Fernwärmenetz auszubauen (sofern die Tragbarkeit gegeben ist), zu betreiben und zu unterhalten, um den Wärmebezüger jederzeit gemäss dem jeweiligen Bedarf mit der notwendigen Wärme zu beliefern.

  • Ist Fernwärme mit anderen Technologien kombinierbar?
  • Ja, Fernwärme kann problemlos mit anderen Technologien wie Solaranlagen oder Holzusatzheizungen (Cheminées, Kachelöfen etc.) kombiniert werden, sofern diese nur eine Hilfsfunktion haben.

  • Was geschieht, wenn es ein Problem bei der Wärmelieferung gibt?
  • Die Versorgungssicherheit steht bei uns an erster Stelle. Sollte es dennoch zu einem Problem bei der Wärmelieferung kommen, wird die Wärme mittels einer mobilen Heizanlage eingespeist. Diese kann, je nach Standort des Problems, entweder direkt beim Produktionsstandort oder notfalls direkt auf dem Grundstück des Wärmebezügers installiert werden.

  • KOSTEN: Wie berechnet sich bei der Fernwärme die Heizkosten?
  • Die laufenden Heizkosten setzen sich aus drei Teilen zusammen:
    - Energiepreis für die bezogene Wärme
    - Leistungspreis gemäss der benötigten Wärmeleistung
    - Grundpreis für Betrieb, Unterhalt und Finanzierung der Anlage

  • KOSTEN: Welche Investitionen fallen für mich bei einem Fernwärmeanschluss an?
  • Folgende Investitionen fallen bei einem Fernwärmeanschluss an:
    - Übergabestation inkl. Inbetriebnahme
    - Warmwasserspeicher
    - Evtl. zusätzlicher Warmwasserspeicher
    - Evtl. zusätzliche Heizgruppe
    - Installationen (Heizung, Demontage Ölkessel und Entsorgung, Sanitärinstallation, Elektroinstallation)
    - Koordination
    - Stilllegung, Demontage und Entsorgung der Tankanlage / Kamin

  • Wie ist die Preisstabilität der Fernwärme gegenüber Heizöl?
  • Fernwärme ist umweltschonend und günstig. Im Vergleich mit Heizöl ist sie konkurrenzfähig Der durchschnittliche Holzpreis schwankt viel weniger als der durchschnittliche Ölpreis. Ein steigender Ölpreis hat einen sehr geringen Einfluss auf den Holzpreis. Dies macht die Fernwärme voll konkurrenzfähig, zumal zusätzliche Kosten wie Kaminfeger, Tankservice etc. entfallen.

  • Woher stammt das Holz für die Verbrennung?
  • Wir haben den Wald vor unserer Haustüre – also nutzen wir ihn auch. Das Holz kommt aus dem Herzen der Schweiz. Die Herkunft ist zu 40% aus Uri, zu 40% aus dem Tessin und zu 20% aus der Zentralschweiz. Rund 70% der Holzbeschaffung ist mittels Holzlieferverträgen gesichert, die restlichen 30% wird auf dem freien Markt beschafft.

  • Hat es dann auch noch genügend Holz für die Zukunft?
  • Auch künftige Generationen werden immer genug Holz haben. In der Schweiz zum Beispiel werden pro Jahr rund 5 Millionen Kubikmeter Holz geschlagen. Ohne Raubbau am Wald zu betreiben, liessen sich noch einmal zusätzliche 5 Millionen Kubikmeter schlagen.

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