Bergleitung

 

In der Bergleitung nach oben
Die Wärmetransportleitung von Göschenen nach Andermatt, die sogenannte Bergleitung, überbrückt einen  Höhenunterschied von rund 350 Metern. Die 3,5 Kilometer lange Leitung ist ausgelegt auf die entsprechenden
Druckverhältnisse und die maximale Ausbauleistung. Als Antrieb für die Bergleitung dient die unterschiedliche
Dichte des Heizwassers. Das Wasser im Rücklauf der Leitung hat mit einer Temperatur von zirka 40°C eine höhere Dichte als das Wasser im Vorlauf mit rund 90°C. Somit drückt der schwerere Rücklauf das Wasser im Vorlauf nach oben. Regulieren lässt sich die Geschwindigkeit mit zwei Wasserpumpen.


Spitzenlastzentrale Andermatt
Die Energie aus der Bergleitung wird in der Spitzenlast- und Verteilzentrale Andermatt auf das Fernwärmenetz Andermatt übertragen. In der Zentrale in Andermatt befinden sich zudem ein 21 m3 grosser Speicher zur Lastregelung, die Expansionsanlagen des Fernwärmenetzes Andermatt sowie ein 5 MW starker Ölkessel. Dieser dient zum
einen als Notkessel und zum anderen zur Abdeckung von Spitzenlasten. Voraussichtlich im Jahr 2018 wird in der Zentrale Andermatt noch eine Wärmepumpenanlage installiert werden. Mit dieser Anlage wird sich auch Abwärme aus den Anlagen der armasuisse nutzen lassen.